Tiroler Knödel – Speckknödel


Tiroler Knödel – Speckknödel
Ich koche gerne Dinge, die an sich nicht koscher sind, aber natürlich versuche ich, sie koscher zu kochen. Ein bisschen tricky war das bei

Tiroler Knödel

Tiroler Knödel sind eine Spezialität aus meiner Heimat. Sie heißen abseits der Touristikwerbung zumeist Speckknödel, was inhaltlich falsch ist, denn Speck kommt keiner rein, sondern Knödelwurst. Dazu in Milch eingeweichtes Weißbrot.

Die wichtigsten Zutaten klingen nicht gerade so, als ob man es koscher kochen könnte 😉

40 dkg (entspricht 400g) Knödelbrot (in 0,75 cm große Stücke gewürfeltes (Weiß)Brot) mit 2-3 Eiern, 20 dkg. angerösteten Putenschinken (besser wäre Krakauer [siehe Wikipedia, natürlich die Österreichische Variante], aber die habe ich noch nie im Koscherland gesehen), angeröstetem Zwiebel (1/2 große Zwiebel), Petersilie, Salz, Muskat aus 1/4 Nuss vermengen, so viel Wasser dazu geben, dass es sich reichlich feucht anfühlt und alles gut durchkneten, ruhen lassen.

Jetzt stelle ich Wasser auf. Kurz bevor das Wasser zu sieden beginnt knete ich die Masse noch einmal durch und forme Knödel (anderswo würde man Bällchen oder Klößchen sagen). Die Knödel stäube ich gut mit Mehl ein. Es ist wichtig, sie nicht allzu fest zu drücken, sonst wird das ganze so hart, dass man es nicht mehr essen kann. Sobald das Wasser leicht kocht gebe ich die Knödel hinein und lasse sie ca. 5 Minuten ziehen.

Wer Angst hat, dass die Knödel zerfallen, der kann auch ein wenig Mehl in den Teig geben, dann halten sie besser, werden aber härter. In Tirol gilt es übrigens als Beleidigung, wenn man Messer zum Knödel essen verlangt, es bedeutet, dass die Hausfrau nicht kochen kann und die Knödel daher zu hart geworden sind.

Knödel kann man entweder zu klarer Suppe, oder mit Salat essen. Bleiben welche übrig, dann blättert man sie am nächsten Tag fein auf und röstet sie in Öl an und schlägt ein Ei drüber. In der Form sind sie meine Leibspeise 😉

von Johannes Andreas N

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